Wie kann man so von Gott sprechen, dass Nicht-Religiöse es begrüßen?

Prof. Dr. Matthias Seelmann

Kurzbeschreibung: Die Verlegenheit, den christlichen Glauben in die richtige Sprache zu bringen, ist groß. Für viele wissenschaftliche Beobachter rund um Religion und Kirche ist die Überwindung dieser Sprachnot sogar die wichtigste Bedingung dafür, dass die Kirchen weiterhin eine wichtige Rolle für modernes Zusammenleben spielen können. Dabei ist klar: Weder die Wege des rigorosen Wahrheitsanspruchs führen hier weite, noch der Ausverkauf an das rein subjektive Für-wahr-halten. Der Vortrag stellt sich der Frage: Wie kann heute so von Gott und Evangelium die Sprache sein, dass man sowohl auf der Höhe der Pluralität der modernen Gesellschaft wie der konkreten jüdisch-christlichen Lebensentdeckungen bleibt? Und wie ereignet t sich genau dadurch Kirche?

Zur Person: Prof. Dr. Matthias Sellmann (Theologe und Sozialwissenschaftler) ist seit 2008 Prof. für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Gründer und Direktor des Zentrum für angewandte Pastoralforschung (zap) und Präsident der zap:stiftung. Beide Organisationen bilden einen think tank für innovative Kirchenentwicklung im deutschsprachigen Raum.