Hintergrund (Groß)

Was bleibt, wenn alle gehen?
Herausforderungen im ländlichen Raum

1950 lebten in Sachsen noch 5,7 Millionen Menschen, heute sind es knapp über vier Millionen. Während die Zentren und ihr Umland wachsen, könnten einige Orte bis 2030 jeden vierten Einwohner verloren haben. In ganzen Regionen wird fast jeder zweite Bewohner älter als 65 Jahre sein. Mit den Einwohnern gehen auch Ärzte, Vereine – und die Kirchen.
Dieses Leben, Werden und Vergehen menschlicher Bevölkerung ist theoretisch normal, stellt aber die Menschen im Land vor große Herausforderungen: Wie gelingt künftig der Alltag, wenn soziale Bindungen und verlässliche Institutionen verloren gehen? Wer bietet noch Halt in der Vereinzelung? Welche Optionen können schon heute entwickelt werden, um den Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen adäquat zu begegnen und was muss unbedingt erhalten bleiben?

Programm, Donnerstag
4. April 2019

Peter-Breuer-Gymnasium
Georgenstraße 3
08056 Zwickau

17.30 Uhr: Warming up
Katholikenrat des Bistums Dresden-Meißen

17:45 Uhr: Alle gehen! Fakten vom Statistischen Landesamt

18:05 Uhr: Bäcker weg, Kirche weg, Kinder weg.
Verzweifeln oder Hoffen angesichts der Veränderung?
Zwei Perspektiven auf eine Herausforderung

anschl.: Diskussion

19:00 Uhr: Workshops
Meile kirchlicher Angebote im Landkreis Zwickau
Ausstellung

ca. 21:00 Uhr: Abschluss bei Wein und Brezel

Lösungsoptionen in den Workshop-Angeboten:

Wo bleibt die Hilfe?
Caritasverband des Bistums Dresden-Meißen

Wie vertraut ist uns der Fremde? Überlegungen zur Migration
Ulrich Clausen, Referent Weltkirche des Bistums Dresden-Meißen

Welche Bildung braucht die Jugend, damit sie bleibt?
Ein Gespräch mit der Wirtschaft der Region

Wo bleibt die Kirche, wenn sie geht?
Überlegungen von Dr. Dirk Martin Mütze, Studienleiter im Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum

Wie gelingt der Austausch zwischen den Generationen?
Katholikenrat des Bistums Dresden-Meißen

 

Die Veranstaltung ist kostenlos und ohne Voranmeldung.